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Fragen der Eltern

Das, was man vor dem ersten Treffen meistens fragt

Das Kind ist drei und spricht kaum. Vielleicht „gibt sich das noch“?
Manchmal fängt das Kind tatsächlich von selbst an zu sprechen. Aber das zu prüfen kostet nur einen Termin, während das Abwarten nach dem Motto „bis vier, dann sehen wir weiter“ ein Jahr kostet, das man nicht zurückbekommt. Wenn alles in Ordnung ist, sage ich das offen, und Sie gehen ohne Sitzungen.
Muss ich bei der Sitzung anwesend sein?
Bei der Diagnose — ja, unbedingt. Danach so, wie es dem Kind angenehm ist: Kleinkinder arbeiten oft ruhiger, wenn Mama in der Nähe ist, ältere Kinder — wenn sie nicht dabei ist. Die letzten fünf Minuten der Sitzung gehören immer Ihnen.
Das Kind schämt sich vor Fremden. Was tun?
Nichts Besonderes. Der erste Termin ist genau darauf ausgelegt, dass sich das Kind erst einmal eingewöhnt: wir spielen, ich verlange nicht, dass es etwas „vorführt“. Wenn das Kind heute nicht gesprochen hat — auch das ist eine Information, kein Misserfolg.
Wie viele Sitzungen pro Woche sind nötig?
Meist zwei. Eine pro Woche funktioniert, wenn zu Hause alles stabil umgesetzt wird; drei sind sinnvoll in der Phase des Sprachaufbaus. Die genaue Häufigkeit legen wir nach der Diagnostik fest, nicht im Voraus.
Gibt es den Befund in schriftlicher Form?
Ja, nach der Diagnostik erhalten Sie einen schriftlichen Befund mit den Ergebnissen und einem Arbeitsplan. Sie können ihn einem anderen Spezialisten zeigen oder im Kindergarten bzw. in der Schule vorlegen.
Und wenn wir uns nach der Diagnostik gegen Sitzungen entscheiden?
Das ist eine normale Entscheidung, und sie verpflichtet zu nichts. Der Befund und die Empfehlungen bleiben in jedem Fall bei Ihnen — damit können Sie später wiederkommen oder zu einem anderen Spezialisten gehen.

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